Let’s Recycle 2017

Warum wir einfach mal Jahr und Müll hinter uns lassen sollten …

2018 steht vor der Tür. 2017 wird recycelt.  Vielleicht denken wir zum Ende des Jahres mal über die Kleinigkeiten nach, die wir in unserem alltäglichen Müll-Wahnsinn verändern können.

  1. Plastiktüten:
    Hier hat uns Onkel Deutschland schon ein bisschen geholfen. Plastiktüten bekommen wir in aller Regel nämlich schlichtweg nicht mehr für umme, und das geht dem Deutschen und seiner Geiz-ist-geil-Mentalität natürlich ganz gewaltig gegen den Strich.
    Weltverbesserungsalternativen:
    a) Papiertüten: mäßiger Erfolg, die fliegen nämlich auch irgendwann weg (hier übrigens ein kleiner Umweltnerd-Tipp: Man kann Bäckertüten auch MEHRMALS benutzen und sogar neu befüllen lassen ;))
    b) Tasche benutzen. Das ist der Gold-Tipp. Entweder tatsächlich die „Jute Tasche“, die es nicht nur mit Supermarkt- oder Discounter-Schriftzug gibt, sondern in allen Formen, Farben, Größen sowie mit mehr oder minder witzigen Sprüchen bedruckt. Für „immer dabei“ und den Spontan-Einkauf gehen dann diese kleinen, wunderbaren Falttaschen, die es mittlerweile an jeder Kasse gibt. Da gilt dann wirklich keine Ausrede mehr.
  2. Glühbirnen:
    Hier hat Tante EU bereits geholfen, indem sie uns die ganz schlimmen schon verbietet. Die neuen machen oft doofes Licht, gebe ich zu. Hier kein Weltverbesserungstipp, weil man da einfach – haha! – Augen auf und durch muss.
  3. Obsttüten:
    Auch hier sorge ich jetzt für ein riesig überraschendes Knallbonbon: Auch die kann man mehrfach benutzen. Und haltet euch fest: Eine einzelne Paprika überlebt den Einkauf sogar ohne Tüte. Das ist aber nur für die ganz Mutigen unter euch!
  4. Müllbeutel:
    Schon mal drüber nachgedacht, dass auch Müllbeutel Müll sind? Letztendlich bestehen die ja auch aus Plastik. Verrückt, oder?
    Weltverbesserungstipp:
    a) mehrmals benutzen. Funktioniert bei Stinke-Müll nicht so gut, beim Gelben Sack beispielsweise ist es aber oft wirklich gut zu machen. Dazu Mülleimer mit runternehmen, auskippen, neu befüllen, die Faust gen Himmel strecken. Es lebe das Recycling.
    b) andere Beutel benutzen: Klopapier beispielsweise ist immer in riesigen Umverpackungen, und auch das ein oder andere Paket wird mit tollem Müllbeutel-Material geliefert. Ist dann sogar eine Kostenersparnis! Tadaa!
  5. Teebeutel:
    Es gibt Anbieter, die verpacken jedes Beutelchen à 2,25g extra foliert in Plastiktütchen, um sie danach feinsäuberlich in einer Pappschachtel anzuordnen. Es gibt Anbieter, die schmeißen die unverpackten Beutelchen à 2,25g einfach so in eine Pappschachtel. Es gibt Anbieter, die füllen 50g in eine einzige Plastikpackung ab. Es gibt Anbieter, die verkaufen einem ganz direkt und vor Ort 50g in einer Papierverpackung. Muss ich mehr sagen?
    Selbiges gilt übrigens für Süßwaren.
  6. Coffee-To-Go:
    Ach, Leute, das geht mir ja echt schon länger auf den Keks. Da sitzt einer vor meinem Lieblingscafé. Am Tisch, im Freien. Vor sich: ein dampfender Kaffee (behaupte ich, hab in Wirklichkeit nicht dran gerochen, um es zu verifizieren). Aber dieses Heißgetränk duftet nicht aus einer spülbaren Porzellantasse, sondern aus einem Coffee-To-Go-Becher. Wieso?
    Weltverbesserungstipps:
    a) sich vorher überlegen, wo man sein Getränk trinken will. Wenn man eh nicht geht, dann muss es auch nicht to go sein.
    b) Verrückt! Es gibt Cafés, die einem Rabatt anbieten, wenn man seinen eigenen Becher mitbringt. Auch hier wieder: nicht nur der Umwelt geholfen, sondern auch dem eigenen Konto.
    c) einfach mal den Kaffee zuhause trinken, das ging früher auchUnd: Selbiges gilt für Essensverpackungen. Müsst ihr den Döner wirklich noch in einer Tüte mitnehmen? Braucht ihr die Plastikgabeln wirklich?
  1. Bestellungen:
    Ich frag jetzt mal ganz provokant in die Runde: Müssen wir alles online bestellen? Gerade was Bücher und Kleidung angeht, unterstützen wir die lokalen Händler doch sehr, wenn wir das nicht tun, zumal die Lieferzeiten und Preise zumindest bei Büchern dieselben sind. Und bei Kleidung spare ich der Umwelt zuliebe sogar noch den eventuellen Umtausch! Umwelt-Ersparnis: riesig. Freude der lokalen Händler: riesig.
  2. Küchenpapier/Händehandtücher:
    Ich geb es zu: Ich mag Küchenpapier. Das liegt daran, dass ich einen kleinen Hygienetick hab, aber das tut hier nix zur Sache. Fakt ist, dass ich schon oft gesehen habe, dass die Leute (sich mal dezent ausnehmend) entweder fünf Küchenpapiere nehmen, um einen Fleck mit circa 1cm Durchmesser zu beseitigen und fünf weitere, um das Nass danach zu trocknen, oder aber 16 Stück Handtrockenpapier, um diese eklig nassen Finger nach dem Händewaschen trocken zu bekommen.
    Weltverbesserungstipps:
    a) Eins ist in aller Regel genug. Dann lässt sich sogar immer noch überprüfen, ob ich ein weiteres brauche. Verrückte Welt.
    b) Ich mache jetzt mal ungeschlichene Schleichwerbung: Bei Penny – und tatsächlich ist das bisher der einzige Anbieter, den ich kenne, für Tipps bin ich allerdings offen – gibt es Küchenpapier mit Kurzabriss. Die sind dann nur halb so groß wie die normalen und wenn man mal wirklich mehr braucht, kann man sogar 1,5 benutzen. Da hat dann sogar der Mathe-Nerd unter euch Spaß dran, oder?

 

So. Jetzt denkt mal über eure Sünden nach und nehmt euch gefälligst was vor, ihr Weltverbesserungslehrlinge da draußen.

 

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