Mein Müll und ich.

Warum ich versuche, die absolute Sauberkeit NICHT mehr zu erreichen …

Wenn ich gestaubsaugt habe und just den Staubsauger im Schrank verstaut, dann entdecke ich garantiert innerhalb der nächsten fünf Minuten eine Wollmaus. Wenn ich die Spülmaschine angestellt habe, steht garantiert eine schmutzige Tasche auf dem Tisch. Wenn ich die Waschmaschine angeworfen habe, dann entdecke ich bei meiner Rückkehr in die Wohnung garantiert ein schmutziges Handtuch. Wenn das Katzenklo frisch duftet, setzt ganz sicher innerhalb von fünf Minuten eine Mieze ein Pu-Häufchen hinein. Und wenn ich den Gelben Sack runtergebracht habe, kommt an dem Tag garantiert eine Paketzustellung voller Luftpolsterfolie. Bin ich verwirrt oder kennt ihr dieses Phänomen auch?  Continue Reading “Mein Müll und ich.”

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Coming of Pageturner-Bestseller

Warum mich Schlagworte auf Buchrücken nerven …

Über 200.000 Bücher erscheinen Jahr für Jahr auf dem deutschen Buchmarkt. Klar können wir die nicht alle lesen. Ganz zu schweigen von kaufen. Trotzdem wollen die deutschen Verlage natürlich überleben. Also verkaufen. Sie müssen uns also dazu bringen, ausgerechnet ihre Werke haben zu wollen. Und das geschieht leider oft nicht über Inhalt, sondern über nichtssagende Schlagworte. Continue Reading “Coming of Pageturner-Bestseller”

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Tugend Haft

Der Deutsche. Pünktlich, ordentlich, fleißig, diszipliniert, zuverlässig, ordentlich. So sieht uns die Welt – mal bewundernd, mal genervt, mal mit Belustigung –, aber so sehen wir uns auch gerne selbst. Verstrickt in gesellschaftliche Ansprüche, fällt uns der tugendgesteuerte Selbstoptimierungstrieb dann gar nicht mehr auf. Ob wir uns damit gut tun? Continue Reading “Tugend Haft”

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Die Leidenschaft, die Leiden schafft …

Warum ich den Zölibat für ein fruchtbar veraltetes Konzept halte …

Ich bin keine Religionswissenschaftlerin. Ich habe nicht mal die Bibel gelesen. Trotzdem maße ich mir jetzt einfach mal an, mir ein Urteil über den Zölibat zu bilden. Bäm. Continue Reading “Die Leidenschaft, die Leiden schafft …”

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Work hard, play hard

Warum ich Work-Life-Balance irgendwie als einen Widerspruch empfinde …

Die Work-Life-Balance muss stimmen, sonst werden wir unglücklich. Heißt es. Deswegen auch Burn-Outs und so. Die Menschen arbeiten einfach zu viel. Tun sich zu wenig Gutes. Achten zu selten auf sich. Sind zu wenig selbstfürsorglich. Zu viel work, zu wenig life. Keine Balance eben. Aber da stimmt doch was nicht: Ist nicht Arbeit irgendwie ein Teil des Lebens? Kommt nicht Beruf von Berufung und damit von etwas, was wir gerne machen (sollten)? Continue Reading “Work hard, play hard”

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Frauenp-aua

Warum ich den Begriff Frauenpower als längst überholt erachte …

Starke Frauen finde ich super. Frauen, die sich für ihre Träume und Werte einsetzen, sich engagieren, gegen oder – noch besser – für etwas stehen und kämpfen. Vielleicht gegen Widrigkeiten. Vielleicht sogar gegen den Mainstream. Im Großen und im Kleinen. Weil sie es für richtig halten. Die sie selbst sind. Die sich nicht gesellschaftlichem Blödsinn unterordnen. Die für ihre Meinung stehen. Starke Frauen finde ich super. Nur: Starke Männer genauso. Und zwar für das gleiche. Continue Reading “Frauenp-aua”

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Die Hohe Kunst der Diplomatie

Warum ich einfach lieber undiplomatisch bin …

Seiner Chefin zu sagen, dass ihr Kleidungsstil unter aller Kanone ist und damit vergleichbar mit ihrem Führungsstil, das ist nicht schlau. Hat gegebenenfalls auch Konsequenzen, die einen erneut auf Jobsuche bringen. Selbst wenn es der eigenen, gefühlten Wahrheit hunterprozentig entspricht. In der Politik ist das genauso. Den Israeliten zu sagen, dass das nicht in Ordnung ist, was sie da mit dem Gazastreifen treiben, das kann dann nicht nur zur eigenen Jobsuche führen, sondern auch zu Missstimmung, Ärgerlichkeiten, fehlendem Handel bis hin zum Krieg. Je nach Äußerung. Die eigenen Überzeugungen also besser für sich behalten? Continue Reading “Die Hohe Kunst der Diplomatie”

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Toll-Wut

Warum Sozialneid zum gesellschaftlichen Problem werden kann …

„Mein Haus, mein Auto, mein Boot“. Wir Menschen sind stolz auf unseren Besitz. Und weil wir auch den Wettkampf miteinander lieben, ist der am besten größer, schneller und schöner als der aller anderen. Wir haben ganz alleine das größte Mammut erlegt und sorgen so für den Fortbestand unserer Rasse. Gegenseitiges Freuen fällt uns dagegen eher schwer.
Wenn das Auto meines Nachbarn nämlich viel tollerer ist als meins, dann könnte ich sagen: Mensch, Gunnar, toll gemacht, dafür hast du bestimmt hart gearbeitet – und das im besten Fall sogar so meinen. Stattdessen aber schweigen wir in aller Regel, machen gute Mine zum bösen Spiel, während es in uns gärt und brodelt. Continue Reading “Toll-Wut”

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Evilution

Warum ich uns alle für abgrundtief böse halte …

Es gibt verschiedenste Theorien darüber, was uns – den Homo vermeintlich sapiens – vom Tier unterscheidet. Brauchen wir schließlich als Rechtfertigung dafür, uns an Flora und Fauna zu versündigen, wie wir lustig sind. Da wäre das Lachen, die Religion, Erfindungsreichtum oder die Herstellung von Waffen und Werkzeugen, um nur ein paar zu nennen. An keine davon kann ich mich so richtig gewöhnen. Ich glaube stattdessen, dass es das absichtlich Böse ist, was uns menschlich macht. Continue Reading “Evilution”

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Die Erbsünde

Warum ich das Pflichterbe für ein veraltetes Konzept halte …

Blut ist dicker als Wasser. Sagt man so. Halte ich generell für ebenso falsch wie den Pflichtanteil bei Erbschaften. Grundsätzlich ist der Gedanke ja ein schöner: Ich schufte mein Leben lang und gebe all das, was dabei rumgekommen ist, an die nächste Generation weiter. Dieses Modell sollte aber doch auf Freiwilligkeit basieren und nicht auf Zwang, oder? Continue Reading “Die Erbsünde”

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