Tugend Haft

Der Deutsche. Pünktlich, ordentlich, fleißig, diszipliniert, zuverlässig, ordentlich. So sieht uns die Welt – mal bewundernd, mal genervt, mal mit Belustigung –, aber so sehen wir uns auch gerne selbst. Verstrickt in gesellschaftliche Ansprüche, fällt uns der tugendgesteuerte Selbstoptimierungstrieb dann gar nicht mehr auf. Ob wir uns damit gut tun? Continue Reading “Tugend Haft”

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Die Leidenschaft, die Leiden schafft …

Warum ich den Zölibat für ein fruchtbar veraltetes Konzept halte …

Ich bin keine Religionswissenschaftlerin. Ich habe nicht mal die Bibel gelesen. Trotzdem maße ich mir jetzt einfach mal an, mir ein Urteil über den Zölibat zu bilden. Bäm. Continue Reading “Die Leidenschaft, die Leiden schafft …”

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Work hard, play hard

Warum ich Work-Life-Balance irgendwie als einen Widerspruch empfinde …

Die Work-Life-Balance muss stimmen, sonst werden wir unglücklich. Heißt es. Deswegen auch Burn-Outs und so. Die Menschen arbeiten einfach zu viel. Tun sich zu wenig Gutes. Achten zu selten auf sich. Sind zu wenig selbstfürsorglich. Zu viel work, zu wenig life. Keine Balance eben. Aber da stimmt doch was nicht: Ist nicht Arbeit irgendwie ein Teil des Lebens? Kommt nicht Beruf von Berufung und damit von etwas, was wir gerne machen (sollten)? Continue Reading “Work hard, play hard”

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Frauenp-aua

Warum ich den Begriff Frauenpower als längst überholt erachte …

Starke Frauen finde ich super. Frauen, die sich für ihre Träume und Werte einsetzen, sich engagieren, gegen oder – noch besser – für etwas stehen und kämpfen. Vielleicht gegen Widrigkeiten. Vielleicht sogar gegen den Mainstream. Im Großen und im Kleinen. Weil sie es für richtig halten. Die sie selbst sind. Die sich nicht gesellschaftlichem Blödsinn unterordnen. Die für ihre Meinung stehen. Starke Frauen finde ich super. Nur: Starke Männer genauso. Und zwar für das gleiche. Continue Reading “Frauenp-aua”

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Die Hohe Kunst der Diplomatie

Warum ich einfach lieber undiplomatisch bin …

Seiner Chefin zu sagen, dass ihr Kleidungsstil unter aller Kanone ist und damit vergleichbar mit ihrem Führungsstil, das ist nicht schlau. Hat gegebenenfalls auch Konsequenzen, die einen erneut auf Jobsuche bringen. Selbst wenn es der eigenen, gefühlten Wahrheit hunterprozentig entspricht. In der Politik ist das genauso. Den Israeliten zu sagen, dass das nicht in Ordnung ist, was sie da mit dem Gazastreifen treiben, das kann dann nicht nur zur eigenen Jobsuche führen, sondern auch zu Missstimmung, Ärgerlichkeiten, fehlendem Handel bis hin zum Krieg. Je nach Äußerung. Die eigenen Überzeugungen also besser für sich behalten? Continue Reading “Die Hohe Kunst der Diplomatie”

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Toll-Wut

Warum Sozialneid zum gesellschaftlichen Problem werden kann …

„Mein Haus, mein Auto, mein Boot“. Wir Menschen sind stolz auf unseren Besitz. Und weil wir auch den Wettkampf miteinander lieben, ist der am besten größer, schneller und schöner als der aller anderen. Wir haben ganz alleine das größte Mammut erlegt und sorgen so für den Fortbestand unserer Rasse. Gegenseitiges Freuen fällt uns dagegen eher schwer.
Wenn das Auto meines Nachbarn nämlich viel tollerer ist als meins, dann könnte ich sagen: Mensch, Gunnar, toll gemacht, dafür hast du bestimmt hart gearbeitet – und das im besten Fall sogar so meinen. Stattdessen aber schweigen wir in aller Regel, machen gute Mine zum bösen Spiel, während es in uns gärt und brodelt. Continue Reading “Toll-Wut”

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Evilution

Warum ich uns alle für abgrundtief böse halte …

Es gibt verschiedenste Theorien darüber, was uns – den Homo vermeintlich sapiens – vom Tier unterscheidet. Brauchen wir schließlich als Rechtfertigung dafür, uns an Flora und Fauna zu versündigen, wie wir lustig sind. Da wäre das Lachen, die Religion, Erfindungsreichtum oder die Herstellung von Waffen und Werkzeugen, um nur ein paar zu nennen. An keine davon kann ich mich so richtig gewöhnen. Ich glaube stattdessen, dass es das absichtlich Böse ist, was uns menschlich macht. Continue Reading “Evilution”

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Die Erbsünde

Warum ich das Pflichterbe für ein veraltetes Konzept halte …

Blut ist dicker als Wasser. Sagt man so. Halte ich generell für ebenso falsch wie den Pflichtanteil bei Erbschaften. Grundsätzlich ist der Gedanke ja ein schöner: Ich schufte mein Leben lang und gebe all das, was dabei rumgekommen ist, an die nächste Generation weiter. Dieses Modell sollte aber doch auf Freiwilligkeit basieren und nicht auf Zwang, oder? Continue Reading “Die Erbsünde”

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Oldfilmished

Warum ich das Ende des Zeichentricks betrauere …

Ich bin mit „Goldlöckchen“ aufgewachsen. Mit Mogli und dem kleinen Simba. Bambi und Strolch, das waren meine filmischen Freunde. Und dann gab es noch die kleinen roten Blutkörperchen in „Es war einmal… das Leben“. Ja, manchmal fühle ich mich alt. Heute liebe ich Manni, das mürrische Mammut, und die Pinguine, die Flugzeuge basteln. Aber während die eine Hälfte meiner Helden liebevoll gezeichnet wurde, wurden die anderen liebevoll von der Kombi „Mensch + Maschine“ ins Leben gebracht. Continue Reading “Oldfilmished”

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Supi, Helden!

Warum Helden scheinbar nicht mehr genug sind …

„I Need A Hero“. Bonnie Tyler wartet auf ihren Helden. Und der muss gleich „larger than life“ sein, stark und männlich und kampfeserfahren. Am liebsten wäre ihr ein echter „Superman“. Auf den will sie warten, die ganze Nacht lang, bis zum Morgengrauen. Vermutlich sitzt sie heute noch da. Die Helden sind rar geworden. Oder? Continue Reading “Supi, Helden!”

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