„An Herausforderungen wächst man“

Warum Challenges in Sozialen Netzwerken irgendwie eine gute Sache sind…

Challenges an jeder Ecke. Irgendwo stehen bleiben, irgendwas aufräumen, irgendwas ändern. Challenges sind das neue Ding im Neuland Internet. Eigentlich müsste ich sie also total blöd finden. Weil Mainstream. Aber bekanntermaßen habe ich meine Einstellung zum Mainstream total überdacht und meine neue Challenge lautet: Mainstream gut finden. Challenges finde ich also grundsätzlich gut.

Warum? Weil sie im Sinne eines „Gemeinsam sind wir stark“-Mottos funktionieren. Ich nehme eine Herausforderung an, muss mich dieser Schwierigkeit aber nicht alleine stellen. Eine Herausforderung anzugehen und im besten Falle zu meistern, ist höchst schwierig und geht damit einher, über den eigenen Schatten zu springen. Umso großartiger, wenn man sich ihnen trotzdem stellt und dabei nicht alleine gelassen wird.

Und zwar nicht mit dem Ziel, cool oder Teil eines Social-Events zu sein, sondern um für sich selbst etwas zu erreichen oder etwas zu unterstützen, für das man steht. Nicht mit Schwachsinn, sondern mit Herzblut. In diesem Fall bedienen sich Soziale Medien ihrer Kernfunktionen: Reichweite und Kommunikation. Toll, wenn sich in Challenges gegenseitig geholfen wird, bei Problemen helfend zur Seite gestanden, ein Austausch stattfinden kann, der mich motiviert, weiterzumachen. Und bei dem ich gleichzeitig etwas in die Community zurückgeben kann.

An dieser Stelle kommt allerdings dann doch noch meine große Kontra-Einschränkung: Wozu gibt es beispielsweise so etwas wie die Zimt-Challenge? Wenn Challenges zu sinnlosen und teilweise gefährlichen Mutproben werden, dann verfehlen sie ihren Zweck. Natürlich muss ich über meinen Schatten springen, indem ich mein Leben riskiere, um Zimt zu essen, aber welchen Sinn erfüllt das? Was habe ich mir und anderen damit bewiesen? Was habe ich langfristig Gutes und Hilfreiches für mich erreicht? Gar nichts.

Herausforderungen anzunehmen, anzugehen, lange liegen Gelassenes endlich in die Hand zu nehmen – das sind die Dinge, die uns gut tun. Die uns im Leben weiterbringen, weil wir für uns ganz persönlich am Ende etwas gelernt haben. Selbst wenn wir nicht bestehen, dann haben wir zumindest etwas über uns gelernt: Vielleicht ist es mir gar nicht so wichtig, dass meine Wohnung superordentlich aussieht. Punkt. Dann bin ich eben so. Wie auch immer eine sinnvolle Challenge also ausgeht: Es handelt sich um ein Erfolgserlebnis. Wenn soziale Medien einen Beitrag dazu leisten können, Menschen genau dabei zu helfen, dann haben sie doch mal einen wirklich positiven Nutzen gehabt.

Liken und teilen:

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.